| Wer braucht eine Zuchtgenehmigung?
Jeder, dessen Sittiche oder Papageien Nachwuchs bekommen (sollen), braucht in Deutschland eine Zuchtgenehmigung. Dies ist auch der Fall, wenn Sie ihrem Sittichpärchen nur einmal Nachwuchs gönnen möchten und auch dann, wenn Sie diesen behalten möchten. Sie müssen diese Genehmigung also auch dann beantragen, wenn Sie eigentlich gar nicht vorhaben (hobbymäßig) zu züchten. Eine Ausnahme stellt unerwarteter Nachwuchs da. Dies ist der Fall, wenn Ihre Sittiche plötzlich anfangen Eier zu legen und Sie diese nicht gegen Kunststoffeier der entsprechenden Größe umtauschen wollen oder können, weil Sie die Eier zu spät entdeckt haben und sich bereits Leben entwickelt hat. In diesem Fall können Sie häufig eine Ausnahmegenehmigung beim Veterinäramt beantragen. Dies ist aber vom jeweiligen Veterinäramt abhängig. Bei uns werden z.B. keine Ausnahmegenehmigungen erteilt, man muss gleich die Zuchtgenehmigung beantragen. Das ist dann auch im Nachhinein möglich. Die Zuchtgenehmigung können Sie ab einem Alter von 16 Jahren beantragen. Sie kostet ca.25-50 EUR, was allerdings von Bundesland zu Bundesland und Stadt zu Stadt unterschiedlich sein kann. Meine Zuchtgenehmigung hat knapp 60 EUR gekostet, im Nachbarort kostet sie nur 30 EUR. Dazu kommen die Kosten für die Ringe, Ringschere, Ringzange und Nachweisbuch, bei mir waren das vor einigen Jahren nochmal ca. 50 EUR. Im Ausland sieht es mit der Beringungspflicht und Zuchtgenehmigung anders
aus, in Österreich ist z.B. keine Genehmigung für eine Zucht
erforderlich.
Wozu braucht man eine Zuchtgenehmigung?
Was passiert, wenn man Nachwuchs ohne Zuchtgenehmigung
zulässt?
Was für Voraussetzungen muss man erfüllen,
um eine Zuchtgenehmigung zu bekommen?
Außerdem müssen Sie sich einiges Wissen zur Haltung, Pflege
und Zucht der von Ihnen gehaltenen Sitticharten aneignen. Hilfe hierfür
finden Sie im Artenlexikon des Sittichlexikons, in einem meiner
Partnerforen und in der Literaturliste.
Sie werden in den meisten Fällen außerdem nach der Psittakose
und der Psittakoseverordnung
befragt.
Wo und wie bekommt man diese Genehmigung?
Da jede Züchterprüfung anders verläuft und einige Amts-Tierärzte strenger sind, während andere die Prüfung weniger genau vornehmen, kann hier leider kein allgemein gültiger Fragenkatalog zur Verfügung gestellt werden. Nach dem Erhalt der Genehmigung müssen Sie sich ein Nachweisbuch
(Zuchtbuch) besorgen, in dem alle Bruten eingetragen werden.
Die Genehmigung gilt übrigens nur für die aktuelle Adresse,
im Falle eines Umzugs müssen Sie sie erneut beantragen bzw. umschreiben
lassen.
Welche Fragen werden bei der Sachkundeprüfung
gestellt?
Wie lange ist die Zuchtgenehmigung gültig?
Kann ich meine Zucht umstellen?
Wird meine Zucht kontrolliert?
Tipp zum Lernen für die Zuchtgenehmigung: K. H. Schallenberg:
Die Bücher dieses Autoren sind inzwischen auf CD-ROM erschienen und neu nur noch als CD-ROM erhältlich. Tipp: Bei Ebay gibt es immer mal wieder Bücher oder CD's ab 1 €. |
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