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Die Adoption ist eine sinnvolle Alternative
zur Handaufzucht, wenn die Eltern
ihren Nachwuchs vernachlässigen und nicht ausreichend füttern.
Wer mehrere erfahrene Paare hält kann versuchen die Küken einem
anderen Sittichpaar unterzuschieben. Bei unerfahrenen "Adoptiveltern" ist
das Risiko, dass die Küken nicht ordentlich versorgt werden, häufig
hoch, deshalb sollte hier besonders gut beobachtet werden und bei Bedarf
mit Handaufzucht eingeschritten werden.
Folgende Punkte sollten beachtet werden:
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Die Adoptiveltern sollten möglichst zur gleichen
Art oder zur gleichen Gattung gehören. So kann man z.B. Rosellapärchen
die Nestlinge anderer Plattschweifsitticharten (z.B. Stanleysittich) unterlegen
oder Grassittiche gegenseitig adoptieren lassen. Nymphensittiche
und Wellensittiche dagegen
sollte man möglichst nicht gegenseitig aufziehen lassen, da sie ganz
anders gefüttert werden. Wellensittiche liegen in den ersten Lebenstagen
beim Füttern auf dem Rücken, während Nymphensittiche sitzend
gefüttert werden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Wellensittiche
die Nymphensittiche dann häufig nicht füttern.
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Haben die Adoptiveltern bereits eigene Küken,
sollten diese in ungefähr dem gleichen Alter sein wie die Küken,
die untergelegt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Eltern die jüngeren
Küken nicht (ausreichend) füttern.
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Sollte eine Aufzucht von unterschiedlichen
Gattungen vorläufig funktionieren, muss gut beobachtet
werden, ob die Küken bis zur Selbständigkeit gefüttert werden.
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die Küken, besonders wenn es sich um einzelne Küken handelt,
die von gattungsfremden Ersatzeltern aufgezogen werden, sollten nach Erreichen
der Selbständigkeit möglichst bald zu arteigenen Sittichen gesetzt
werden, um eine Fehlprägung
zu vermeiden.
Grundsätzlich müssen solche Adoptionen natürlich
sehr gut beobachtet werden, um zu klären, ob die Ersatzeltern die
Küken annehmen und ausreichend füttern.
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