|
Durch Skripte generierte Adressen werden beim geplanten neuen Layout leider ungültig. |
Goldflügelsittich Foto Unterart Tuiparasittich: siehe unten |
auch: Braunkinnsittich
Wiss.: Brotogeris chrysopterus (Linné, 1766) Engl.: Golden-winged Parakeet NL: Oranjevleugelparkiet, Goudvleugel Parkiet
Unterarten:
Beschreibung:
Männchen: Das Gefieder ist vorwiegend dunkelgrün gefärbt. Goldflügelsittiche besitzen ein schmales (schwarz)braunes Stirnband und einen orangebraunen Kinnfleck. Die Handdecken sind orange, die Handschwingen bläulich mit grünen Säumen, Armschwingen, Unterflügeldecken und Schwanzfedern sind grün. Der Schnabel ist hornfarben, die Wachshaut gräulich, der unbefiederte Augenring weißlich, die Iris dunkelbraun. Die Beine sind rosa. Weibchen: Es gibt keinen Geschlechtsdimorphismus, die Weibchen unterscheiden sich im Aussehen nicht von den Männchen. Jungvögel: Sie ähneln den erwachsenen
Goldfluegelsittichen, die Handdecken sind noch grün gefärbt.
|
| Name: | Goldflügelsittich: Name aufgrund
der orange gefärbten Handdecken, die hauptsächlich während
des Fluges zu sehen sind.
Braunkinnsittich: Name aufgrund des orangebraunen Flecks unter dem Schnabel. Tuiparasittich: aus dem indianischen túi = kleiner Papagei, pará = großer Fluss. Im 17. Jahrhundert vom deutschen Brasilienforscher Georg Marcgraf überlieferter Name aus der Sprache der Tupí im Nordosten Brasiliens. |
||||||||||||||||||||||
| Gattung: | Schmalschnabelsittiche | ||||||||||||||||||||||
| Unterarten: | Brotogeris chrysopterus chrysopterus, Goldlfügelsittich, Braunkinnsittich
(Nominatform)
Brotogeris chrysopterus tuipara, Tuiparasittich (s. Foto unten). Er ähnelt der Nominatform, ist mit 18 cm allerdings größer. Sein Gefieder mehr gelblichgrün, Stirnfleck und Kinnfleck sind orange gefärbt, die Schwanzfedern sind gelb umsäumt. Brotogeris chrysopterus chrysosema, Gelbflügelsittich. Er ähnelt ebenfalls der Nominatform, ist mit einer Länge von 19 cm allerdings deutlich größer. Das Gefieder ist gelblicher, Stirnband und Kinnfleck sind orange, die Handdecken sind gelb. Die äußeren Schwanzfedern sind schmal gesäumt. Brotogeris chrysopterus solimoensis, Codajas Goldflügelsittich. Er ähnelt der Nominatform, mit 17 cm ist er etwas größer. Das Stirnband ist blasser und rötlichbraun, der Kinnfleck ist ebenfalls blasser und gelblichbraun gefärbt. Brotogeris chrysopterus tenuifrons, Rio-Negro-Goldflügelsittich. Er ähnelt der Nominatform, das Stirnband ist allerdings kaum sichtbar oder fehlt ganz |
||||||||||||||||||||||
| Heimat: | Goldflügelsittich, Braunkinnsittich: Brasilien, nördlich
des Amazonas, Ost-Venezuela, Guayana, Surinam, Französisch-Guyana
Tuiparasittich: Nordbrasilien, südlich des Amazonas Gelbflügelsittich: Brasilien Codajas Goldflügelsittich: Nord-Brasilien Rio-Negro-Goldflügelsittich: Nordwest-Brasilien |
||||||||||||||||||||||
| Lebensraum: | Der Goldflügelsittich oder Braunkinnsittich bewohnt Wälder und Waldränder sowie Savannen und sucht auch Felder und Gärten auf. | ||||||||||||||||||||||
| Freileben: | Der Goldflügelsittich oder Braunkinnsittich lebt in kleineren
oder größeren Gruppen zusammen, die sich hauptsächlich
auf Bäumen aufhalten. Goldflügelsittiche sind sehr aktive, aber
scheue Sittiche. Abends versammeln sie sich in Gruppen an einem Schlafplatz.
Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten, Beeren, Gemüse,
Sämereien, Blüten und Nektar. An flachen Wasserstellen sammeln
sie auch Algen. Außerdem suchen sie sogenannte Barreiros auf, wo sie mineralreiche Erde fressen.
Die Brutzeit in Surinam liegt zwischen November und April, in Brasilien zwischen April und Dezember. Das Nest befindet sich in hohlen Ästen oder Baumhöhlen, gelegentlich auch in Bauten von Termiten, die auf Bäumen leben. Die Unterart Gelbflügelsittich brütet wahrscheinlich in Höhlen, die sie in die Bauten von Baumtermiten graben. Das Gelege des Goldflügelsittichs besteht aus 3-4 Eiern. |
||||||||||||||||||||||
| Haltung: |
Der Goldflügelsittich benötigt ganzjährig einen Schlafkasten in Form eines Nistkastens oder einer Naturstammhöhle, der teilweise auch tagsüber als Aufenthaltsort genutzt wird. Empfohlene Maße: ca. 15 cm Ø (eher etwas mehr als weniger) und 30 cm Höhe. Goldflügelsittiche gelten als allgemein robuste Sittiche, die allerdings gegen Nässe empfindlich reagieren sollen. Sie sind relativ leise und pflegen ein großes Sozialverhalten. Sie nagen vergleichsweise wenig, trotzdem benötigen sie frische Knabberzweige, die auch zum Spielen verwendet werden. Sie baden nur gelegentlich. Ihre Stimme ist angenehm plaudernd, sie verständigen sich auch mit leisen bis lauten Rufen, wobei sie auch laut kreischen können. Der Goldflügelsittich wird in Deutschland vergleichsweise selten gehalten, vorwiegend von Züchtern und in Vogelparks. |
||||||||||||||||||||||
| Nahrung: | Schmalschnabelsittiche fressen im Vergleich zu den meisten anderen
Sittichgattungen viel Weichfutter und weniger Körnerfutter. Dies sollte
bei der Ernährung des Goldflügelsittichs berücksichtigt
werden.
Großsittichfutter mit wenigen oder ohne Sonnenblumenkerne, auch mit Wildsamen, Grassamen oder halbreifen Sämereien angereichert, viel Obst, Gemüse, Grünfutter und Beeren, Keimfutter, Loribrei, frische Zweige Mehr Informationen zur abwechslungsreichen Ernährung von Sittichen finden Sie in der Rubrik Ernährung. |
||||||||||||||||||||||
| Zucht: | Daten (durchschnittliche Erfahrungswerte von
Züchtern):
|
||||||||||||||||||||||
| Foto: |
Unterart Tuiparasittich |
| Copyright © www.sittich-info.de
Bitte beachten Sie: Sämtliche Inhalte auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Die Übernahme von Bildern, Texten oder Textauszügen (auch leicht verändert) ist ohne vorherige Genehmigung und gut sichtbarem Verlinken der Quelle nicht gestattet. Text- und Bilddiebstahl werden rechtlich verfolgt. |