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| Plastikvogel, "Partnerersatz" |
| Der Plastikvogel als Partnerersatz, besonders bei einzeln gehaltenen
Sittichen, erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit bei Vogelhaltern.
Es beruhigt das meist doch etwas vorhandene schlechte Gewissen, den Vogel
ab und zu alleine lassen zu müssen. Mit dem Plastik-Kumpel, so die
Meinung, glaubt der Vogel einen echten Partner im Käfig zu haben und
ist glücklich(er), er fühlt sich nicht so alleine.
Ob ein Vogel wirklich glaubt, dass das Plastikding neben ihm echt ist, ist die Frage. Wissenschaftlich erwiesen ist hingegegen, dass der Plastikvogel sehr häufig wenig Freude, aber sehr viel Stress erzeugt. Wie kommt das? Sittiche sind sehr soziale Vögel, sie bleiben ständig in Kontakt mit ihrer Gruppe und verständigen sich mit ihren typischen Lauten und Gesten, mit gegenseitigem Kraulen und Füttern, Kuscheln und Spielen. Sie brauchen ständig die Gesellschaft und das Feedback von Artgenossen, um sich wohlzufühlen. Dieses Feedback fehlt beim Plastik-Kumpel. Der Sittich, meistens handelt es sich um einen Wellensittich, für den der Ersatzvogel gekauft wird, müht sich ab in Kontakt mit dem Partner zu treten. Meistens wird der Partner intensiv besungen und gefüttert. Leider kommt weder das erwartete Feedback vom Plastikvogel noch nimmt er das angebotene Körnerfutter auf. Das fehlende Feedback führt zu Stress, der Sittich müht sich immer mehr ab und füttert den Partner oft auch immer intensiver. Er frisst das hervorgewürgte Körnerfutter normalerweise auch wieder auf. Dieser Stress, oft auch verbunden mit wachsender Aggression, und das ständige Hervorwürgen und Wiederauffressen von Körnerfutter führt häufig zu einer Reizung des Kropfes mit folgender Kropfentzündung. Nicht selten wird die Kropfentzündung nicht ausreichend behandelt, es kommt zu Rückfällen, sogar mit Todesfolge. Plastikvögel, das bestätigen auch die Fachleute, sind also definitiv schädliches Zubehör und gehören nicht in den Käfig! |
| Spiegel, "Partnerersatz" |
Mindestens
genauso beliebt wie Plastikvögel sind Spiegel.
Für sie gilt genau das gleiche wie für Plastikvögel, sie lösen häufig Stress beim Sittich aus und werden oft zu viel gefüttert. Man kann diesem Spiegel ansehen, dass er oft gefüttert und die Körner danach wieder aufgenommen wurden. Spiegel, das bestätigen auch die Fachleute, sind definitiv schädliches Zubehör und gehören nicht in den Käfig! Wer seinen Sittich alleine hält, dem empfehle ich die Seite "Ein Sittich oder Papagei oder mehrere?" durchzulesen. |
| Sitzstangen aus Plastik oder rundem Holz |
| Wenn die Vögel immer den gleichen Durchmesser greifen und immer
die gleichen Stellen am Fuß und an den Gelenken belasten schadet
dies den Füßen auf Dauer.
Häufig sind Fuß- und Gelenkprobleme wie z.B. ein Sohlenballengeschwür die Folge. Viel interessanter und gesünder ist es, Naturäste verschiedenen Durchmessers im Käfig zu befestigen und aufzuhängen. Sie können die Äste teilweise auch schräg anbringen, damit die Fußmuskulatur stärker gefordert wird. Außerdem macht dieses Klettern und Herumturnen den Sittichen und Papageien viel mehr Spaß als immer auf den gleichen Sitzstangen aus dem Handel herumzulaufen. Wie in der Natur auch können einige Zweige auch aufgehängt werden, so dass sie etwas schaukeln, wie sie es an Bäumen auch tun. Zusätzlich zu dieser "Fußgymnastik" können die Vögel auch an den Zweigen knabbern, dies ist gesund und hilft beim Schnabelabwetzen. |
| Sandpapierüberzug auf Sitzstangen |
| Das Sandpapier soll angeblich dazu dienen, die Krallen besser abzuwetzen.
Abgesehen davon, dass das auf den herkömmlichen Holz- oder Plastikstangen
kaum der Fall ist, weil die Vögel hierauf kaum klettern oder lange
laufen können, ist das Sandpapier regelrecht unangenehm für die
Füße, was wiederum dazu führt, dass sich die Sittiche hierauf
oft noch weniger bewegen als auf den normalen Sitzstangen aus dem Handel.
Es fördert die Bildung von Sohlenballengeschwüren.
Papageienvögel wetzen sich die Krallen sehr gut an rauhen Kletterzweigen, die teilweise schräg aufgehängt werden, und Gritsteinen, auf denen sie gerne sitzen und knabbern, ab. Die Verwendung von Sandpapierstangen ist absolut überflüssig und schadet eher, als dass sie nutzt. |
| Sandpapier als Sandersatz |
| Sandpapier wird in Käfigen gerne als Ersatz für Sand genommen,
weil es weniger staubt und bequem und schnell auszuwechseln ist.
Nachteile:
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| Spielzeug mit langen Fäden, Schnüren und Ketten |
Es
kommt leider immer wieder vor, dass Sittiche sich an Spielzeug mit langen
Schnüren oder Ketten ernsthaft verletzen oder sich sogar erhängen.
Schnüre und Ketten sollten deshalb nach Möglichkeit abgeschnitten bzw. gekürzt werden, um diese Gefahr zu vermeiden. Rechts auf dem Foto sehen Sie einen Freisitz mit langen Baumwollfäden. Dieser Freisitz ist ein Beispiel für Spielzeug mit langen bunten Fäden, an dem bereits Sittiche mit dem Flügel hängen geblieben sind. Deshalb sollten Sie diese Fäden vorbeugend abschneiden. Der Freisitz ist auch ohne bunte Fäden ein beliebter Landeplatz bei Vögeln. |
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